Gehaltsverhandlungen Update 26.11.2024

Gehaltsabschluss für öffentlich Bedienstete steht.

Wie younion-Chef Christian Meidlinger gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal betonte, habe man sich auf einen zweijährigen Gehaltsabschluss von 3,5 Prozent geeinigt. Das entspreche der rollierenden Inflation für die nächsten zwei Jahre. Das entspreche dem Vorgehen bei anderen KV-Verhandlungen, betonte Meidlinger.

Bei der Kundgebung in der Wiener Innenstadt waren bis zu 30.000 Menschen erwartet worden. Auch aus den Bundesländern sollten etwa Lehrerinnen und Lehrer anreisen, weshalb in manchen Schulen der Unterricht nur eingeschränkt stattfinden sollte. Kurz vor Mittag hieß es dann von den beiden zuständigen Gewerkschaften in einer gemeinsamen Aussendung: „Demonstration abgesagt!“

GÖD und younion sprachen von einem „fairen Abschluss“. Mehr Details sind aber noch nicht bekannt. Diese sollen laut den Gewerkschaften in Kürze folgen. Die Einigung gelang am Tag vor der Personalvertretungswahl im Bund.

Auch Sozialwirtschaft erzielt Einigung

Eine Einigung konnten am Dienstag auch die Verhandlerinnen und Verhandler für den Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft vermelden. Die Ist- und Mindestgehälter der rund 130.000 Beschäftigten der Branche steigen um vier Prozent, wie die Gewerkschaften GPA und vida sowie die Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) mitteilten. Auch Zulagen und Zuschläge werden um vier Prozent angehoben. Der neue Kollektivvertrag gilt ab 1. Jänner 2025.

Auch im Rahmenrecht gibt es Neuerungen. „So konnten wir mehr Geld fürs Einspringen sicherstellen und darüber hinaus eine bessere Einstufung für Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung erreichen“, sagte Michaela Guglberger, Verhandlerin für die Gewerkschaft vida, laut Aussendung. „Mit dem Gehaltsabschluss sichern wir die Kaufkraft der Beschäftigten“, zeigte sich Eva Scherz, Verhandlerin für die Gewerkschaft GPA, zufrieden.

Höherer Flexibilitätszuschlag

Auch die Arbeitgeberseite lobte die Einigung. Trotz Rezession und schlechter Wirtschaftsaussichten sei für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus Gesundheits- und Sozialberufen eine Reallohnerhöhung erzielt worden, es sei jedoch kein einfacher Abschluss gewesen. „Das nächste Jahr wird wirtschaftlich sehr schwierig sein, aber gleichzeitig muss klar sein, dass der Gesundheits- und Sozialbereich der Politik etwas wert sein muss“, sagte SWÖ-Vorsitzender Erich Fenninger.

Der große Flexibilitätszuschlag steigt auf 50 Euro, der kleine Flexibilisierungszuschlag erhöht sich auf 25 Euro. Weiters wurden die Verwendungsgruppen für Verwaltungsangestellte verbessert und der Zusatzkollektivvertrag zum Pflegezuschuss bis Ende 2025 verlängert. Für Tageseltern wurde eine soziale Absicherung vereinbart.

Pauschal 80 Euro mehr im Güterbeförderungsgewerbe

Bereits am Montagabend einigten sich die Sozialpartner auf eine Gehaltserhöhung für die rund 30.000 Angestellten im Güterbeförderungsgewerbe. Die Löhne werden ab 1. Jänner 2025 pauschal um 80 Euro erhöht. Durchschnittlich bedeutet das eine Erhöhung der Gehälter um vier Prozent. In den unteren Beschäftigungsgruppen bringe dieser Abschluss eine reale Erhöhung der Gehälter zwischen 4,4 Prozent und 3,9 Prozent, so die Chefverhandlerin der Gewerkschaft GPA, Anita Palkovich.

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