Pfeif auf Gewalt

Wenn man weiß, dass jede fünfte Frau in Österreich von Gewalt betroffen ist, ist es höchste Zeit, das zu thematisieren und als Gesellschaft vehement dagegen aufzutreten.
Regina Müller

16 Aussagen an 16 Tagen – „Gewalt gegen Frauen“

16. Tag – Manfred Obermüller (Vorsitzender der Hauptgruppe 1)

„Gewalt an Frauen ist keine Privatsache! Sie zeigt neben der eigenen Schwäche auch die Schwächen einer gesellschaftlichen Entwicklung auf. Wer Gewalt toleriert, toleriert ein ungleiches Machtgefüge. Und das ist unabhängig jeglicher kultureller Herkunft zu sehen.“

15. Tag – Brigitte Bauer-Sebek (Abteilungsleiterin der MA 13, Bildung und Jugend)

„Meiner Erfahrung nach gibt es wenige Frauen, die noch nie mit Gewalt konfrontiert waren. Gewalt hat unterschiedliche Gesichter: von verbalen Übergriffen über körperliche oder sexuelle Gewalt bis zum Mord ist alles drinnen. Ob im privaten, öffentlichen oder virtuellen Raum, es gibt sie. Aber eines ist immer gleich: Gewalt geht gar nicht! Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, vor allem Mädchen und Frauen zu stärken, sie zu befähigen, sich zu wehren – bereits in den Anfängen. Auch ist die Arbeit mit Täterinnen und Tätern nötig. Denn oft haben auch sie massive Gewalterfahrungen oder traumatische Erlebnisse, die nicht aufgearbeitet wurden.“

14. Tag – Andreas Walter (Vorsitzender DA 116 – Sozialpädagogische Regionen)

„Gewaltprävention und Gleichberechtigung zählen längst zu den gelebten Grundhaltungen der sozialpädagogischen Profession. Gleichzeitig ist laut Statistik der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte zu geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen jede fünfte Frau von körperlicher und oder sexueller Gewalt betroffen! Jede dritte Frau hat seit ihrem 15. Lebensjahr zudem eine Form von sexueller Belästigung erfahren. Diese erschreckenden Zahlen sind mit einem Armutszeugnis der Behandlung und dem Umgang mit Frauen gleich zu setzen! Häusliche Gewalt ist nicht Privatsache, sondern IMMER eine Angelegenheit der Politik und der Gesellschaft. Zudem zeigt es auf, dass wir im Bereich Gleichberechtigung seit Jahrzehnten wenig Entwicklung beobachten können. Es braucht unbedingt mehr niederschwellige Beratungs- und Schutzeinrichtungen und parallel dazu einen ganzheitlichen, medial forcierten Ansatz um Gleichberechtigung von Frau und Mann in Österreich weiterhin voranzutreiben.“

13. Tag – Anita Anderl (Personalvertreterin DA 130 – MBA01/08)

„Die Gewalt an Frauen ist für mich ein politisches und gesellschaftliches Problem. Denn obwohl der weltweite Frauenanteil bei fast 50% liegt, ist die Diskriminierung von Frauen in vielen Kulturen verbreitet und tief verwurzelt. Auch wenn das in Österreich in der Form nicht ist, so müssen wir immer noch von Pay Gaps und Pension Gaps reden und das Gendern wird auch immer in Frage gestellt. Erst wenn Frauen in unserer aller Köpfe gleichgestellt sind, wird sich an der Gewalt gegen sie etwas verändern. Erst wenn Opfer nicht länger einvernommen werden als Täter, wird sich etwas verändern. Erst wenn Frauen wirklich unabhängig leben können, weil sie leistungsgerecht entlohnt werden und die gleichen Karrierechancen haben, wird sich etwas verändern. All das und vieles mehr wird es brauchen, damit Frauen nicht in Gewalt-Beziehungen leben müssen.“

12. Tag – Helmuth Laschke (Vorsitzender DA 119 – Wien Kanal)

„Ich persönlich finde, dass sowohl psychische, aber explizit physische Gewalt an Frauen absolut feig, niederträchtig und unakzeptabel ist und in meiner Lebensphilosophie absolut keinen Platz hat. Es ist absolut wichtig solche Fehlgriffe mit Präventivmaßnahmen zu verhindern, bzw.  aufzuzeigen und rigoros zu ahnden.“

11. Tag – Judith Hintermeier (Younion Bundesfrauenreferentin)

„Bei der Gewalt an Frauen, die um sich greift, handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein gesellschaftliches Problem! Nur ein entschiedenes Auftreten dagegen und ausreichend finanzielle Mittel können die Antwort darauf sein!“

10. Tag – Josef Putz (Vorsitzender DA 113 . Wiener Wohnen)

„Gewalt an Frauen ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Armutszeugnis!“

9. Tag – Erika Fröhlich (Vorsitzende DA 123 – Zentraler Einkauf)

„A gsunde Watsch gibt’s ned, sonst würden wir sie auf Rezept bekommen! NEIN ist NEIN, Gewalt macht aus einem Nein kein Ja! Schweigen heißt Täter schützen!“

8. Tag – Heinz Altenburger (Vorsitzender DA 122 – Feuerwehr und Katastrophenschutz)

„Gewalt gegen Frauen war, ist und bleibt ein NO-GO, unglaublich das Gewalt gegen Frauen in der heutigen Zeit noch thematisiert werden muss.“

7. Tag – Maria Rotter (Vorsitzende DA 126 – Verwaltungsgericht Wien)

„Gewalt an Frauen mag ein Zeichen von Schwäche sein – zu tolerieren ist sie aber auf keinen Fall!“

6. Tag – Richard Tiefenbacher (Vorsitzender young_younion)

„Ich schäme mich für alle Männer dieser Welt, die ihre emotionale Unfähigkeit durch Gewalt an Frauen zum Ausdruck bringen und Narben in der Seele der Opfer hinterlassen.“
Lasst euch eines gesagt sein: „Feminismus ist keine Diskussion, es ist ein Kampf für Gleichberechtigung, für den auch ich bereit bin zu kämpfen!“

5. Tag – Elisabeth Jarolim (Vorsitzende DA 128 – Gesundheitsdienst)

„Gewalt löst keine Probleme – hat sie noch nie und wird sie auch nie. Kein Mensch der Welt hat das Recht einen anderen zu schlagen!“

4. Tag – Christian Meidlinger (Vorsitzender der younion_Die Daseinsgewerkschaft)

„Wer eine Frau misshandelt, schlägt jede und jeden von uns. Die Konsequenzen müssen schnell, klar, und nachhaltig sein.“

3. Tag – Rajit Kaur (MA 17 – Integration und Diversität)

„Gewalt kennt weder Kultur, soziale Schicht oder Herkunft – es gibt keine kulturell bedingte Gewalt, sondern nur Gewalt!“

2. Tag – Erwin Feichtelbauer (Vorsitzender DA 118 – Berufsrettung Wien)

„Gewalt gegen Frauen, ist Sprachlosigkeit in seiner übelsten Form!“

1. Tag – Regina Müller (Frauenvorsitzende der HG1)

„Wenn man weiß, dass jede fünfte Frau in Österreich von Gewalt betroffen ist, ist es höchste Zeit, das zu thematisieren und als Gesellschaft vehement dagegen aufzutreten. Hier ist die Politik gefordert, sich mit mehr als sich selbst zu beschäftigen!“

Die Geschichte der Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen!

Am 25. November ist der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen und Mädchen. Er gilt als Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Auf der ganzen Welt nützen Fraueninitiativen den Zeitraum vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte 10. Dezember, um auf das Recht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam zu machen und setzen Aktionen dazu. Österreich nimmt seit 1992 an der Kampagne teil.

Der Ursprung geht auf die Ermordung der Schwestern Mirabal zurück. Sie wurden im Jahr 1960 nach monatelanger Verfolgung und Folter vom dominikanischen Geheimdienst brutal ermordet. Sie setzten sich für Frauenrechte und echte Gleichberechtigung ein. Bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen wurde 1981 der 25. November zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen. Seit 1999 ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen von den Vereinten Nationen anerkannt. 

Warum die Farbe Orange?

Die Farbe Orange symbolisiert dabei eine Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen. Sie wurde im Zuge der von den Vereinten Nationen initiierten Orange the World-Kampagne festgelegt. Im Rahmen der >> UN Women Kampagne „Orange The World“ wird in ganz Österreich die Gewalt gegen Frauen und Mädchen thematisiert.

Um Aufmerksamkeit zu erregen und zu sensibilisieren, werden weltweit Denkmäler, berühmte Gebäude, Plätze, Straßenzüge orange beleuchtet. Die Farbe Orange repräsentiert als leuchtende und optimistische Farbe eine Zukunft frei von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. 2020 wurden in Wien unter anderem das Theater in der Josefstadt, das Bundeskanzleramt, das Raiffeisenhaus am Donaukanal, die Albertina, das Parlament, das Innenministerium und das Künstlerhaus auf dem Karlsplatz orange beleuchtet.

Die Homepage und die Homepage der Hauptgruppe 1 wird für 16 Tage orange!  Vom 25. November bis 10. Dezember wird die Hauptgruppe 1 Aussagen unserer Kollegi*nnen auf der Homepage veröffentlichen unter dem Motto „Wir pfeifen auf Gewalt“

Setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

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