Geschichten von NY01 „1994“ oder 30 Jahre

Der erste negative Höhepunkt meiner Zeit in dieser Bildungsanstalt war ein Einbruch, gegen Mitternacht und Schüsse, während ich das Haus mit zwei Kriminalbeamten, die mich mit gezogenen Waffen eskortierend, durchsuchte. Meine Familie, wartete in der Dienstwohnung auf „Entwarnung“. Nach dieser, die Polizei, die vor der Schule Warnschüsse abgaben und den Einbrecher zur Aufgabe gezwungen, gab diese und der Kripobeamte und ich suchten meine Familie auf, um sie zu beruhigen. Es war bereits 01:00 vorbei und der 16. Juli, mein Geburtstag….. In der nahen Wachstube angelangt, traf ich im Vorraum auf den Einbrecher, kniend, in Handschellen und die Unterarme blutverschmiert. Nach der Protokollierung, zurück ins Schulhaus, erkennungsdienstliche Erfassung und danach alleine, Stille, aufgeregte Müdigkeit, Licht löschen, Türen verschließen, es war bereits so vier Uhr morgens durch…..
Nächster Tag, Anruf in der Dienststelle, zwecks Nachfrage, eines schriftlichen Berichtes wegen. Nein, nicht notwendig, wie auch der Nachfrage, wie es mir ginge und auch meiner Familie. Einfach: Nichts….

NY01

4 Kommentare zu „Geschichten von NY01 „1994“ oder 30 Jahre

  1. Lieber Christian ich hatte ähnliche Erlebnisse.

    Den ersten Einbruch am 07.06.2005, dann folgten weitere Einbrüche am 03.10.2008, 11.01.2009, sowie am 30.03.2009. Weiters gab es 3 Einbruchsversuche 08.05. 2009, 25.06.2009 und 04.12.2013.

    Bei drei Einbrüche, die meine Familie und ich hautnah miterlebt habe ein mehr als schauerliches Gefühl. Selbst die Polizei betrat bei einem der Einbrüche, um nur einen Einbruch näher zu erwähnen nicht das Haus während meine Familie und ich in der Wohnung ausharren mußte. Erst als die Hundestaffel vor Ort war wurde das Haus durchsucht. Zuvor musste ich aber aus dem Fenster klettern um der Polizei den Zutritt ins Schulhaus zu ermöglichen. Ein Täter wurde noch in der Nacht im Haus gestellt. Der zweite Täter, der sich durch ein Fenster in eine der Außenanlagen versucht hat sich abzusetzen wurde am nächsten Tag dann bei der Tatortaufnahme mit Spurensicherung entdeckt und festgenommen. Ein Hof der in sich abgeschlossen ist und aus dem es kein entkommen gab. Am nächsten Arbeitstag die Dienststelle Informiert, meinte nur, ich möge fals es Einbruchsschäden gäbe, welche beseitigt werden müssen die MA34 beauftragen. Eine von mir “geforderte” Alarmanlage wurde von Seiten der MA56, MA34, mit dem Argument der Höhe der Kosten abgelehnt.

    Ein fast normaler Arbeitstag.

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  2. Ja das ist leider auch in der Zentrale so.Der Kollege wird vor deinen Dienstzimmer überfallen (musste ins Spital zum nähen) Natürlich war die Situation unter den Kollegen Gesprächsthema Nr 1.Wurde aber unter dem Teppich gekehrt da es „nur eine Fleisch Wunde war.

    Muss zuerst einen Toten oder für sein Leben beeinträchtigen geben das was gemacht wird!?Was sowas aber mit Der Psyche macht interessiert keinen.

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  3. Auch bei mir geb es mehrer solcher Zwischenfälle, einer bleibt mir noch heute sehr gut in Erinnerung.

    Wir, Sohn 9 Jahre und meine Frau liegen im Bett als gegen 22 Uhr Taschenlampen-licht durchs Fenster der Dienstwohnung geleuchtete. Bin gleich zum Fenster hin, da hörte ich schon “ Polizei aufmachen. Hüpfte schnell in den Jogger um das Schultor auf zusperren. 5 Beamte kamen rein. Info Einbruch ins Schulhaus, Täter noch im Haus. Hundestaffel wir gleich eintreffen. Bitte in Hauptschlüssel der Hundestaffel übergeben. Meine Frau hatte solche Angst in der Dienstwohnung. Nach 3 Stunden wurde der Täter gefasst auf der Schönbunnerstr. mit dem Diebesgut. Warten bis die Feuerwehr die Seitentür notdürftig verschraubt hat. Kaum zur ruhe gekommen, läutete das Telefon … Kommen Sie bitte auf die Wachstube das Diebesgut abholen. Also auf die Sachen holen von der Wachstube. Drei Radios und ein Verstärker abgeholt …. um 3 Uhr früh ins Bett gekommen.

    Überstunden wurden bezahlt aber kein Dank von der Dienststelle.

    Meine Frau hatte lange Zeit Angst nachts im Schulhaus.

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  4. wenn ich das so lese bin ich richtig froh mich gegen eine Dienstwohnung entschieden zu haben.. wir haben es zwar vor zig Jahren mit ich glaub 18 einbrüche in 1 Jahr in die Zeitung Geschäft aber die täter waren zu Dienstbeginn immer schon weg aber in der Spätschicht war es immer ein ungutes Gefühl…..seit der Alarmanlage ist zum Glück Ruhe ….

    ich beneide euch nicht um die Erfahrungen die ihr machen musstet

    Lg

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