Sisyphus

Sisyphus sollte einen Felsblock einen Berg hinaufwälzen. Der Haken dabei: Kurz vor dem Gipfel entglitt ihm der Fels jedes Mal aufs Neue, rollte ins Tal hinab, und Sisyphus musste wieder von Vorn anfangen. Deshalb nennt man heute eine Aufgabe, die trotz großer Mühen kein Ende findet, eine Sisyphusarbeit.

Man könnte die Sisyphusarbeit leicht auch mit der Weihnachtsreinigung an unseren Schulen vergleichen.

Mühsame Reinigung in wenigen Tagen die mit einer Urlaubssperre versehen sind.

Ein ehemaliger Einschuler-Koordinator bezeichnet sie sogar als eine der wichtigsten Reinigung im Jahr, weil die „Zwischenreinigung“ uns bei der täglichen Arbeit hilft.

Ich persönlich sehe diese Reinigung als längst überholt und nicht mehr zeitgemäß. Binnen weniger Minuten – im Falle des Schneefalls, wie heuer, binnen Sekunden, sind die Gänge in einem katastrophalen Zustand und von einer notwendigen „Zwischenreinigung“ ist nichts mehr zu erkennen.

Seit Jahren setzte ich mich für die Auflassung der Weihnachtsreinigung ein und laufe hier immer wieder gegen Mauern in der Personalvertretung an.

Was spricht eigentlich für eine Weihnachtsreinigung:

  • Ein zusätzliches Körperlgeld für manche Bedienstete
  • Einsparung von Urlaubstagen

Was spricht eigentlich gegen eine Weihnachtsreinigung

  • Das zusätzliche Körperlgeld trifft auf immer weniger Bedienstete zu (nur Kunststoffböden werden extra bezahlt und Bedienstete im neuen Vertrag werden dafür nicht extra entlohnt – bedeutet: die extra Entlohnung stirbt aus!)
  • Einsparung bei Urlaubstagen ist es definitiv nicht, da niemand zum Konsumieren gezwungen werden kann – bestenfalls über diesen Zeitraum eine Versetzung in ein anderes Objekt)
  • Einsparung von Reinigungsmitteln, die uns die Kalkulation über das Jahr erleichtert – quasi wie eine leichte Erhöhung des Budget.
  • Das Wichtigste aber – die Möglichkeit mit wenigen Urlaubstagen ein Maximum an Freizeit herauszuholen. Dies ist in dieser Form nur einmalig im Jahr möglich. Ob Besuch der Familien im Ausland oder nur ein gemütliches, stressfreies Weihnachtsfest. Ohne Urlaubssperre wäre dies möglich.

Leider ist man seitens der Personalvertretung nicht bereit zumindest eine Umfrage bei den Kolleg*innen zu starten, um zu fragen, ob es nicht gewünscht wäre.

Bleiben wir also weiter im Mittelalter mit unserem Reinigungsgedanken und ärgern uns aufs Neue zuzusehen, wie 2 Wochen Arbeit vernichtet wird.

5 Kommentare zu „Sisyphus

  1. Ich wäre – als Anerkennung und Dankeschön für unsere Mühe – für eine Dienstfreistellung. Und zwar für alle Bediensteten, dass gilt für das Küchenpersonal, die Raumpfleger*innen und die Schulwart*innen. Jetzt wo wir – Gottseidank – keinen Schneedienst mehr haben…..

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  2. es wäre völlig ausreichend im Sommer und im denn Energie Ferien zu reinigen dann könnten wir die Weihnachtsferien mit der Familie verbringen.

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  3. Hallo

    Ja ein paar Tage mehr würde schon super sein und mein Vorschlag dazu das jeder zu Hause bleiben kann

    Die Tage einzuarbeiten jeden Tag ca15min (machen ja Sekretärin auch in der Schule) länger dafür dann zu Hause und bei 40iger wär es eine längere überscheinung die auch nicht schadet

    Sind e fast alle früher in der Schule beim Spätdienst und der Früh lässt auch nicht alles stehen und liegen und geht punkt raus

    Gleich dazu wann kommt endlich das Fenster putzen weg

    Jetzt würde es noch gehen solange es noch Sw gibt die extra etwas bekommen

    Wenn nur noch Sw mit neue Verträgen da sind bleibt es ,da es ja nichts mehr kostet und vielleicht wird es noch mehr Arbeit die verlangt wird zb 2x , hatten wir ja schon

    lg

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    1. Dass die neuen Verträge alles in ihren Lohn gepackt haben, dürfte noch nicht bis zur Führung der Personalvertretung vorgedrungen sein. Mit jedem Monat wächst die Zahl derjenigen, die für extra Leistungen nicht extra entlohnt werden. Wenn man den Zeitpunkt verpasst, dem ein Ende zu setzten, hat die Dienststelle ein mega Geschäft gemacht. Lieber aber hält man an alten Modelen fest. Hauptsache nicht bewegen ist die Devise.

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