Wie ein Virus! (inkl. Richtigstellung)

Oft denke ich darüber nach was da eigentlich passiert. Normale, freundliche Menschen landen, wie auch immer, im Stuhl des Vorsitzenden und noch bevor man sich besinnt, beginnt eine tragische Wendung.

Die Probleme der Kolleg*innen, die man vor kurzem noch erkannt und bekämpft hat, rücken da plötzlich in den Hintergrund oder sind nicht mehr erkennbar. Prioritäten sind plötzlich andere und das so nebenbei ein/e Kolleg*in vor die Hunde geht prallt ab und wird bedeutungslos. Viel wichtiger ist es plötzlich zu der anderen Gilde dazuzugehören – zu den „Besseren“ oder „Höhergestellten“, wie man glaubt.

Nach außen sieht es aus, als ob ein gefährlicher Virus, vorwiegend Regionen des Hirns befällt, die für Empathie zuständig sind.

Dieser Virus, so hat es den Anschein, befällt bereits Köpfe, die sich in die Nähe des Vorsitzenden Stuhls befinden bzw. die diesen auch anstreben. Skrupellos reitet man da Kolleginnen hinein oder lässt sie fallen, wie wir schon vor kurzem beim Personalvertreter im 20. Bezirk sehen konnten, der in die Geschichte der Entlassungen von zwei Kolleginnen am Hammerfestweg tatkräftig involviert war.

Heute haben wir Ausschusssitzung. Die Vermutung liegt nahe, sie wurde nicht einberufen, um Neuigkeiten zu berichten oder gar Probleme zu lösen, sonst hätte man sie bereits wegen der Entscheidung des 15.11. einberufen müssen, sondern viel mehr, um das Soll an Sitzungen pro Jahr zu erfüllen und um nicht die nächste gemeinderätliche Beschwerde vom Volek einhamstern zu müssen.

(An der fraktionellen Sitzung wurde ich ausgeschlossen, da man seitens der Hauptgruppe der Meinung war, wenn man sich dazu bekennt als „unparteiischer“ Personalvertreter zu arbeiten, was eigentlich jeder tun sollte, man auch gleich aus der Fraktion ausschließt. Ich habe dies ohne Gegenwehr hingenommen da die nächsten Wahlen sowieso in wenigen Monaten anstehen und dort sowieso Dank eurer Unterstützung die Karten neu gemischt und die Rechnungen bezahlt werden.)

Mein Mandat ermöglicht es mir aber an der allgemeinen Sitzung teilzunehmen, die im Anschluss stattfindet und ich habe einen hübschen Fragebogen vorbereitet. Da gibt es Anfragen bis in den Dezember 2022 zurück, die bis heute ignoriert und nicht beantwortet wurden.

Ich werde euch berichten!

Ich möchte zu meinem Beitrag folgendes Richtigstellen.

Nach einem Telefonat mit Erich Kniezanrek (Bundesgeschäftsführer SOZIALDEMOKRATISCHE GEWERKSCHAFTERINNEN – FSG) wurde folgendes geklärt, was ich, dies muss ich zugeben, nicht wusste.

Bei meiner Ankündigung, dass ich als unabhängiger Personalvertreter weiterarbeite, habe ich zeitgleich meinen Rücktritt als FSG-Personalvertreter bekanntgegeben. Erich erklärte mir, dass wir bei der letzten Wahl als FSG-Liste auch in der Personalvertretung kandidierten.

Ich endschuldige mich für die falsche Angabe.

Ich stehe selbstverständlich weiter zu dieser Entscheidung da mir die Arbeit für die Mitarbeiter*innen mehr am Herzen liegt als Parteipolitisches. Auch wenn ich im Herzen Sozialdemokrat bin, kann ich in unserem Dienstellenausschuss keine sozialdemokratische Werte mehr erkennen und bereue daher meinen Entschluss nicht.

Erich Kniezanrek hat sich bereit erklärt für Fragen bei Unklarheiten zur Verfügung zu stehen.

Mir ist es ein großes Anliegen transparent zu arbeiten. Dazu gehört  es auch Fehler zuzugeben.

2 Kommentare zu „Wie ein Virus! (inkl. Richtigstellung)

  1. Zeigt von Größe Fehler zuzugeben !!! Und Deine Einstellung sollten sich einige als Vorbild nehmen. Die Transparenz und die Tatsache, dass Du uns laufend mit Informationen versorgst sollte an der Stelle auch als sehr Lobenswert erwähnt werden.
    Danke für die Arbeit und Zeit die Du dafür investierst. Mach bitte weiter so.

    Gefällt 1 Person

    1. Ich habe es vor, das steht außer Frage. Danke auch immer wieder an die mentale Unterstützung von dir und vielen anderen Kolleg*innen. Ich sammle damit immer Kraft, um meinen Weg beharrlich weiterzugehen.
      Danke

      Like

Hinterlasse eine Antwort zu christianvolek Antwort abbrechen