12 Stunden Arbeitstag (ohne Dienstwohnung)

Als ich gestern die Ausschreibung sah war ich mehr als verwundert.

Jagdgasse 12 Stunden Tag
Herzgasse 12,5 Stunden Tag
Jochbergengasse 11 Stunden Tag
Erlaaer Schleife 12 Stunden Tag

Sicher wird es einige Kolleg*innen geben, die sich jetzt um diese Posten reißen. Fakt ist aber, so eine Arbeitsform ist für einen Schulwart ohne Dienstwohnung auf Dauer nicht vertretbar.

Auf der einen Seite keine Dienstwohnungen mehr vergeben, (siehe Köhlergasse – ausmalen würde hier genügen, um die Wohnung wieder fit zu machen) und auf der anderen Seite einen 12 Stunden Arbeitstag „auf Dauer“ auszuschreiben ist für mich nicht nachvollziehbar.

Schnell vergessen die Kolleg*innen, wenn sie das Geld vor Augen haben, dass es neben der Arbeit auch noch was anderes gibt. Freizeit, Kinder, Familie, Erholung, LEBEN, bleibt da auf der Strecke.

Ich hoffe unser Vorsitzender spricht sich klar gegen diese „neue“ Arbeitsform aus!

10 Kommentare zu „12 Stunden Arbeitstag (ohne Dienstwohnung)

  1. Wozu die Aufregung, jeder weiss im Vorhinein wieviel Std. welche Schule zu was für voraussetzungen ausgeschrieben ist. Irgendwie wird es jetzt zum Kindergarten.

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    1. 12 Stunden fixe Arbeit ist kein Kindergarten, sondern eine extreme Belastung. Nebenbei hier einige Auszüge aus dem Gesetz:
      Für Überstunden muss immer ein besonderer Grund vorliegen. Dauerüberstunden sind daher nicht erlaubt.
      Erhöhter Arbeitsbedarf
      Bei erhöhtem Arbeitsbedarf sind 20 Überstunden pro Woche zulässig.
      Tägliche Höchstarbeitszeit
      Die tägliche Höchstarbeitszeit (einschließlich Überstunden) beträgt zwölf Stunden. Eine längere Arbeitszeit ist in folgenden Fällen erlaubt:
      • Verlängerung der Arbeitszeit bei Arbeitsbereitschaft: 13 Stunden, wenn zusätzliche Überstunden zugelassen wurden
      • Überstunden für Vor- und Abschlussarbeiten: In Sonderfällen 12,5 Stunden
      Wöchentliche Höchstarbeitszeit
      Die Höchstarbeitszeit (einschließlich Überstunden) in der einzelnen Woche beträgt 60 Stunden.
      Im Durchschnitt von 17 Wochen darf die Wochenarbeitszeit 48 Stunden nicht überschreiten.

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      1. Ja Gesetze hin oder her, jeder weiss worauf er sich einlässt, hier wird ja niemand gezwungen sich auf eine solche Schule zu bewerben. Will man 8Std arbeiten, wird man noch 8 Std heimgehen, möchte man Üstd machen, muss man ja eh schon froh sein das man ned 2 Springer bekommt für eine Raumpflegerin, damit man ja keine Üstd macht. Also Kindergarten deshalb, weil man sich selbst aussucht, ob man eine Schule mit Üstd nimmt oder nicht.

        Ich schlage mich auf niemanden seine Seite, weil in den letzten Jahren erfährt man sowieso immer nur alles aus dritter, vierter Hand

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      2. Deine Argumente sind richtig nur leider ist es nicht so einfach. Man wird älter und irgendwann schafft man diese Belastung nicht mehr so leicht. Außerdem gibt es genug Springer*innen die gerne Überstunden machen wollen und nicht in Dienste mit Überstunden eingeteilt werden. Es gibt aber auch Springer*innen die keine Überstunden machen wollen und unentwegt von der Früh bis in die Nacht eingeteilt werden.
        Leider ist es nicht immer so einfach.

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  2. Ich habe die Erfahrung gemacht als Springer damals, kann ich oder möchte ich keine Üstd machen, ist die Dienststelle immer schnellstmöglich bereit gewesen, einen zusätzlichen Springer zu schicken, oder den Standort zu wechseln. Man muss halt nur reden, dann wird einem geholfen. Soll manchmal wunder bewirken, das Sprechen.

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  3. hallo
    wollte nur mal einen gedanken einbringen

    es ist doch so das wir einsparen bei den sw und heute oder morgen erwischt es dann jede schule
    das irgend etwas weniger wird sei es eine raumpflegerin oder sw
    der rayon wird dann aufgeteilt und bei beiden die stunden per ü stunden angehoben
    und wenn dann wieder gespart werden muss nah dann arbeitet ihr halt schneller und wir sparen die ü stunden auch ein

    könnte aber auch so kommen

    gleich alle wohnhaften weg und turnvereine nach 18 uhr auch
    den die kosten die der turnverein verursacht stehen nicht zu den was er bringt
    (energiekosten, personalkosten,zuschläge usw) und nur noch mitteldienste mit überstunden und wir sparen sich sehr viel
    arbeitszeit 7-18uhr

    wohnungen werden frei für räume die die schule nutzen kann die 2x 40iger brauche ich auch nicht mehr
    es hört sich auch gut an
    man weiss in vorhinen ob man sich eine schule nimmt mit ü stunden

    aber kann auch sein das ein sw in pension geht und dann hast die wahl
    dort bleiben und ü stunden machen oder versetzten und wieder springen und noch mehr ü stunden

    gibt genug fälle wo zwei schulen sind ein wohnhafter und 2 x 40iger und einer geht von den 40 iger in pension und wird nicht nachbesetzt

    der der dort bleibt steht dann da

    also kurz überlegen ob man sich nicht doch auf 8 stunden besinnt und nicht auf 12 und nur das geld sieht
    lg

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  4. Lieber Alexander Beyer,
    ich bin ein Wohnhafter Schulwart und meistens, wenn ich Krank bin, kommt nur ein Schulwart*innen.
    Der letzte Wohnte im 10 Bez. und wollte keine Ü-Stunden machen, denn eine Stunde Anfahrtszeit und eine Stunde Heimreise und ja er hat angerufen und gebeten um einen zweiten Schulwart leider keiner zur Verfügung.
    Das kommt immer häufiger vor, weil zu wenig Personal da ist.
    Nicht vergessen man wird Älter! Die Arbeit aber nicht weniger und es gibt Gesetze!
    Ja damals hatte ich ab14.00h bis 18.00h frei und dann kam erst der Turnverein.
    Ja damals hatten wir keinen Brandschutz.
    Ja damals………………………..
    Ach ja damals war das ein schöner Beruf.

    MfG Gustav

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  5. Hallo Gustav,

    damals war vieles leichter – ich zum Beispiel 😏 Spaß beiseite.

    Ja das die Koordination der Dienststelle mittlerweile konfus ist, ist ja kein Geheimnis.

    Zu wenig Personal stimmt, liegt aber auch daran das, manche neue immer weniger arbeiten wollen, immer mehr bezahlt haben wollen.

    Klar wird man älter und kann vielleicht mehr freizeit gebrauchen, es gibt aber auch einige Langzeit kollegen mit 60Wochenstunden ohne Dienstwohnung und die haben auch ein gesundes Familienleben. Also machbar ist alles, wie gesagt man muss sich ja ned auf eine Schule mit Üstd bewerben.

    Es ist zu befürchten das unsere Gattung aussterben wird, irgendwann sind nur mehr Reinigungsfirmen in der Schule und es gibt dann sowas wie einen Grätzlschulwart, der nur Kontrollgänge macht.

    Ich wollte niemanden auf den Schlips treten, nur aufzeigen das alle die sich auf eine Schule mündige Personen sind und wissen sollten worauf sie sich einlassen.

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  6. Lieber Alexander Beyer,
    man weiß halt nicht immer auf was man sich einlässt.
    Beworben für eine Halbtagsschule Plötzlich eine Ganztagsschule, Offene Schule, Sommerschule usw.
    Plötzlich mehr Schule aber Gehalt weniger usw.
    MfG

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