So geht das nicht mehr!

Immer und immer wieder habe ich versucht meiner Arbeit als Personalvertreter nachzukommen. Ich habe auch gewisse Vorstellungen wie diese Arbeit auszusehen hat. Wissen aneignen und dieses für die Kolleg*innen einsetzten. Da genügt oftmals auch das Wissen, zu wissen wo man nachlesen kann oder gute Vernetzung.

Leider werde ich immer häufiger auf Missstände in der PV angesprochen und leider entspricht das den Tatsachen. Ich bin oft ratlos und weiß nicht, was ich antworten soll, da auch meine Vorstellungen der Personalvertreterarbeit sehr stark vom Handeln einiger Personalvertreter, vorwiegend in den oberen Reihen, abweichen.

Nun, da ich über mehrere Monate gegen eine Entlassung einer Kollegin angekämpft habe, es ging bis vor das Arbeits- und Sozialgericht, und wieder einen Dämpfer hinnehmen muss, ist es Zeit einen Schritt zu tätigen, der schon längst überfällig ist. Bei der Entlassung der Kollegin waren Michael Witasek und Merdan Kaval über die Anschuldigungen in Kenntnis und haben die Kollegin der Dienststelle allein überlassen. Genaugenommen noch viel schlimmer!

Eine Anschuldigung über sexuelle Übergriffe eines Kollegen, über die unser Vorsitzender Werner Wohlfahrt in Kenntnis war und er fand es nicht mal der Mühe wert den Kollegen zu informieren bzw. die Mitnahme eines Personalvertreters zu empfehlen. Der Kollege war so klug und ersuchte mich ihn zu begleiten, obwohl er nicht wusste welche Anschuldigungen warteten. (Hat sich alles im Guten aufgelöst.)

Trotzdem bleibt die Frage, wieso lassen ein Vorsitzender oder Personalvertreter, Kolleg*innen einfach in Stich!

Das ist leider nur der Gipfel der Ereignisse. Es gibt noch viele andere Gegebenheiten, die mir aufstoßen und die ich einfach nicht mehr mittragen möchte.

Kontrollen von Einschulern bei Kollege*innen, die Witasek gutheißt und Wohlfahrt als nicht bedenklich einstuft zum Beispiel. Dienstanweisungen, vom Ausschuss abgelehnt, werden trotzdem durchgewunken. In den meisten Fällen wird der Ausschuss nicht einmal informiert.

Die Liste ist mittlerweile zu lang, um hier noch weiterhin die Verantwortung tragen zu müssen.

Ich habe mich entschlossen bei der nächsten Wahl mit einer unabhängigen Gruppe in die Personalvertretungswahl zu gehen.

Es liegt nun in eurer Hand wie meine Arbeit für euch in Zukunft aussehen kann.

  • Nicht genügend Stimmen und ich ziehe mich für die letzten 5 Jahre in meine Schulwarttätigkeit zurück.
  • Ausgestattet mit einem Mandat und ich kann meine Arbeit, wie bis jetzt, für einzelne Mitarbeiter*innen in deren Interessen fortsetzten und ein neues, starkes Team anlernen.
  • Ausgestattet mit mehreren Mandaten und wir können gemeinsam in eine bessere Zukunft gehen und wieder eine starke und gerechte Interessenvertretung für euch sein.

Es liegt an euch! Solltet ihr mit der Arbeit der Personalvertretung zufrieden sein dann sorgt dafür, dass alles beim Alten bleibt. Seid ihr aber genauso unzufrieden mit der derzeitigen Arbeit, werdet ihr bei der nächsten Wahl zumindest zwei ernsthafte Alternativen haben. Markus Wagner mit der FCG oder mich mit einer unabhängigen Gruppierung und einem dynamischen neuen Team.

Selbstverständlich lege ich mein Mandat nicht zurück, um auch bis zur Wahl weiter für euch eintreten zu können.

Meinen Kolleg*innen in der Personalvertretung, die sich auch nicht mehr mit der Arbeit der jetzigen Personalvertretung identifizieren können, reiche ich die Hand um mit mir gemeinsam einen neuen, gerechten Weg einzuschlagen.

Danke

Christian Volek

11 Kommentare zu „So geht das nicht mehr!

  1. hallo volek
    auch wenn es nicht viel ist wie ich dich unterstützen kann
    aber meine stimme hast du
    das unsere oberen 2 mal sehen das es andere möglichkeiten auch gibt
    lg

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    1. Deine Stimme ist sogar sehr viel. Nur so sind wir in der Lage für euch zu arbeiten. Jede Stimme mehr mit der wir ausgestattet werden gibt uns mehr Stärke. Euer Rückhalt ist die beste Unterstützung. Nochmals danke für dein Vertrauen.

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      1. Na endlich mal einer der nicht an sein eigenes Weiterkommen denkt sondern an die Kollegen.
        Solche Leute wie du sind in der heutigen Zeit selten geworden.
        Weiter so, meine Stimme hast!

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  2. Lieber Christian!

    Ich verfolge Deine Site ja schon länger, obwohl ich ja eigentlich ein Springer von der anderen Seite der Donau bin. Aber bei Dir bekommt man die wichtigen Infos, zur rechten Zeit und nicht erst Wochen später!!!!
    Meine Stimme und Unterstützung hast du selbstverständlich……..ersuche Dich auch eine vernünftige Vertretung für neue Kollegen und Springer zu installieren, denn ich weis aus eigener Erfahrung, dass sich genau diese oft sehr schwer tun……habe deswegen auch zum Austausch eine Gruppe gegründet……Springer-Schulwarte MA56….auf What´s App……..Angeblich haben wir ja einen Springer Beauftragten……nur wissen alle meine Kollegen eher wenig von ihm…..also Christian……ich bin dabei und ich werde das auch an meine Kollegen*in herantragen dich zu wählen….lg Thomas

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    1. Danke für dein Feedback. Es gibt leider viele Baustellen. Das Problem, dass Springer*innen keinen richtigen Ansprechpartner haben ist mir bekannt. Schon seit längerem unterstütze ich diese beim Weg in die Dienststelle. Auch zu meinen Sitzungen nehmen viele Kolleg*innen längere Anfahrtswege in Kauf und ich freue mich über jede/n der zu meinen Sitzungen kommt.
      Sollten wir stark genug ausgestattet werden sind auch in diese Richtung viele Dinge geplant. Vor allem Wege zu beschreiten wo Springer Gehör und Hilfe finden. Danke für deine Unterstützung, wir können sie brauchen.

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  3. Auch ich verfolge deine seite schon länger bin zwar aus dem 22 aber meine stimme hast du es ärgert mich schon lange was da so abgeht vieleicht ändert sich dan was

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    1. Ich kann dir versichern, sollten wir mit dementsprechend Stimmen ausgestattet werden um mitreden zu können, noch besser die Richtung vorgeben, wird sich sehr viel ändern. Ich möchte direkte Demokratie. Bedeutet, mehrere Dienststellenversammlungen wo nicht nur berichtet wird sondern ihr bestimmt welchen Weg wir für euch gehen. Wir sind die, die eure Vorstellungen umsetzten sollten und nicht umgekehrt. Danke für deine Worte und Sorry, dass die Antwort so lange gedauert hat. Ich hab es irgendwie überlesen. Danke auch für deine Unterstützung. Wir können jede einzelne Stimme brauchen.

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