Großeinsatz in Wiener Mittelschule (mit Update)

Etliche Polizeistreifen und Beamte waren gegen 11 Uhr bei der Schule in der Floridsdorfer Hanreitergasse unterwegs. Die Wiener Polizei bestätigt den Einsatz, der sich gegen 11 Uhr ereignete. Ein 19-jähriger Somalier soll in der Schule herumgelaufen sein, was dem Schulwart aufgefallen war. Als ihn der Schul-Mitarbeiter auf seine Anwesenheit im Gebäude angesprochen hatte, zückte der junge Mann ein Feuerzeug, bedrohte den 59-Jährigen und verbrannte diesen am Ellbogen.

Hier geht es zur Presseaussendung der Wiener Polizei

Kommentar einer Kollegin: Letzte Woche war auch in meiner Schule ein Vorfall. Ein Mann hat einen Tretroller auseinandergenommen und vor meiner Schule randaliert. Polizei kam nach 1 Stunde und 20min.

mehr Info Dienstag im Laufe des Tages

Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Kollegen der Harnreitergasse, fasse ich kurz die Geschehnisse zusammen:

In der Früh wurde eine fremde Person im Schulhaus angetroffen. Scheinbar stand dieser Mann unter Einfluss von Substanzen. Er sprach nicht, aber kam immer sehr nahe und fuchtelte mit einem Feuerzeug herum. Die Schulleitung und ein Lehrer kamen zu Hilfe und verständigten auch die Polizei. Da die Hände offensichtlich nicht für die Handschellen geeignet waren (zu dünn) stellte unser Kollege Kabelbinder zur Verfügung mit dem man den Mann dann abtransportieren konnte. Erst jetzt wurde der Kollege vom Polizisten auf Verbrennungen im Armbereich aufmerksam gemacht, die er in der Hitze des Gefechtes nicht wahrgenommen hat.

Gegen ca. 14 Uhr, ein Kollege war gerade bei der Protokollaufnahme in der Wachstube, stürmten abermals Polizeibeamte das Schulgebäude. Jemand hatte bei der Polizei gemeldet, dass sich schon wieder eine fremde Person im Schulhaus aufhält.

Der Kollege vor Ort konnte klären, dass es sich bei der fremden Person um einen neuen Mitarbeiter der Reinigungsfirma vor Ort handelte.

Am späteren Nachmittag kam es dann zum 3. Einsatz. Diesmal von vermummten und mit schusssicheren Westen ausgestatteten WEGA-Beamten. Ein Schüler hatte per Handy seine Eltern informiert, dass ein Mann mit Gewehr im Schulhaus herumläuft.

Als der Kollege vor Ort in die Aula schaute sah er sich ca. 10 WEGA-Beamten gegenüber, die mit den Waffen auf ihn zielten. Der Kollege konnte schnell klären, dass er der Schulwart sei und am Gang hinter ihm Klassen waren, die ins Freie wollten. Die WEGA-Beamten räumten mit Hilfe unsere beiden Kollegen das Schulgebäude und es stellte sich heraus, dass es sich um Fehlalarm gehandelt hatte.

Der Kollege berichtete mir, dass es zu sehr emotionalen Momenten kam, von Eltern, die ihre Kinder in Sicherheit bringen wollten, aufgeregten Schüler*innen und das Personal vor Ort.

Gut, dass sich alles in Wohlgefallen auflöste und niemand verletzt oder ernsthaft bedroht wurde.

Bleibt für mich als Personalvertreter nur übrig mich bei den beiden Kollegen Ferdinand Cacak und Christian Kohout für ihren Einsatz und ihre Zivilcourage zu bedanken.

Hier sind die beiden Kollegen zu sehen wie sie mit den WEGA-Beamten die Räumung koordinieren.

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