Geschichten von NY01 „KOLLABORATEURE“

KOLLABORATEURE

Ein Begriff, der meistens negativ, wohl durch den zweiten Weltkrieg, behaftet ist. Gewisse Mächte bedienen sich derer, um Macht durch Menschen aus deren eigenen Reihen ausüben zu können. Noch im 19. Jahrhundert war allerdings auch in Deutschland, vor allem im süddeutschen Raum, die latinisierte Berufsbezeichnung Kollaborator für bestimmte Hilfsbedienstete anzutreffen (etwa Hilfsgeistliche, Hilfslehrer an höheren Schulen etc.). (Wiki)

Das heißt: Ich installiere eine Gruppe ergebene Mitarbeiter, um leichter an Informationen Gleichgestellter zu kommen, oder noch schlimmer um sie mit der Vertrautheit, die sie unter ihresgleichen genießen, gefügig zu machen.

Auf die Arbeitswelt projiziert wäre das so, wie wenn ich untergebene Mitarbeiter mit gleichrangige, möglicherweise mit Versprechungen einer Besserstellung, unterlaufe. Eine profitable Methode, da ich mir mit geringem Aufwand, einen Vorteil verschaffe. Einen bitteren Beigeschmack bekommt dies, wenn die Institution, die die Mitarbeiter vor diesen Methoden schützen sollte, hier zusieht, oder noch schlimmer, den Weg bereitet. System macht Methode.

INSTRUMENTALISIERUNG

Als Instrumentalisierung von Menschen wird sowohl deren Manipulation als auch eine von den Betroffenen wahrgenommene Ausnutzung ihrer Fähigkeiten bezeichnet.

Ich wurde schon oft in meinem Leben “Instrumentalisiert”. Niemand kann behaupten, dies noch nie geworden sein, denke ich. Zu hinterfragen, Meinungen anderer einholen, zu diskutieren, besprechen und darüber zu meditieren, auf die innere Stimme hören und sich selbst Fehler einzugestehen, scheint mir ein profanes Mittel zu sein, um ein wenig davor gefeit zu sein.

Es täte gut, wenn sich die maßgeblichen Leute in unserer Arbeitswelt und besonders in unserer Schutzinstitution, weniger der negativen Instrumentalisierung und eher der sozialen, der menschlichen Konstanten widmen würden.

NY01

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