Mehrmals habe ich einen Kollegen schon ersucht, ob er nicht eine Kolumne bei mir schreiben möchte. Ich war seit jeher über seine Art zu schreiben fasziniert. Endlich ist er meiner Bitte nachgekommen und hat mir seine zwei ersten Geschichten für euch zur Verfügung gestellt. Ein genialer Zeitpunkt, da in den Ferien etwas Ruhe zum Lesen angesagt ist. Ich kann jedem/er diese Zeilen nur empfehlen. Ich hoffe es werden noch viele Geschichten folgen
Danke NY01
34 Jahre…..
….werden es sein…wenn ich meinen Ruhestand antrete. Ich werde dann sagen, dass ich diesen Beruf gerne gemacht habe, mit Höhen und Tiefen. Schade nur, dass es mit einem, der Tiefe eigenen, bitteren Beigeschmack enden wird, dem Umstand geschuldet, niemandem trauen zu können. Nun, bleibt mir nichts anderes übrig, als meinen geschätzten Vater, war unter Anderem Lehrer von Beruf, zitieren zu dürfen: „Traue niemandem, außer dir selbst und dem nicht einmal“.
Nicht nur, dass das Vertrauen in die Dienststelle geschwunden ist, vielleicht auch, der Vorsicht wegen, nie da war, so ist es seit geraumer Zeit, der Personalvertretung, sowie des gesamten Gewerkschaftsapparates gegenüber, geschwunden. Wie ein schales Bier, schwappen die Versprechen, die Zusagen, kaum Schaum an der Oberfläche bildend, hin und die Verschlechterung, der an die Substanz gehenden Arbeitsverhältnisse, her. Vom Geschmack vermag ich gar nicht sprechen, da kein Kellertheater zu tief wäre, der Seifenoperkomödie die hier geboten wird, Raum zu bieten. Dieses Komödienbier macht wohl nur die Obrigkeiten beider Stellen trunken, so, dass sie sich schenkelklopfend amüsieren, bevor sie ihre Trolle wieder aussenden, um mich und andere, viele KollegInnen, mit ihrem Schulmeistern, zu Tode zu langweilen.
So bleibt mir nur, das Ende abzuwarten, meine Arbeit in der gewohnt bestmöglichen Weise zu verrichten und in der Hoffnung, sich nicht letztendlich doch noch in einem gelegten Fallstrick zu verheddern, wie es vielen vor mir schon passierte, zu schwelgen.
NY01